Milch das GiftImmer häufiger wird an einem fast unumstösslichen Glaubenssatz gerüttelt - und der so lang bestehende gute Ruf unserer Milch gerät mehr und mehr in´s Wanken. 

Kann es wirklich sein, dass unsere Milch uns krank macht? Immer mehr Fakten scheinen dafür zu sprechen - und dies nicht erst seit dem Vorfall, bei dem bekannt wurde, dass Milchkühe mit Futtermais gefüttert wurden, der mit Schimmelpilzen verseucht war und dadurch hochgiftige und krebserregende Aflatoxine in die Milch gelangten (zeit online, 01.03.2013); oder seit sich mehr und mehr Menschen fragen, ob sie zu den ca. 20% aller Schweizer gehören (BAG 2011), die Milchzucker nicht verdauen können und deshalb vielleicht unter Blähungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, chronischer Müdigkeit, Ausschlag oder Muskel- und Gelenkschmerzen leiden.

Besonders für uns Physiotherapeuten, die viele Patienten betreuen, welche unter den Auswirkungen von Osteoporose leiden, ist eine Studie von Bedeutung, welche die Universität Harvard mit 77.000 Frauen über einen Zeitraum von 12 Jahren durchführte (Feskanich, Willich et al. 1997, milk, dietary calcium and bone fractures in women: a 12-year prospective study). Wie sich in dieser Untersuchung zeigte, verbesserte die Milch die Widerstandsfähigkeit der Knochen nicht, sondern wurde sogar mit einer Erhöhung des Risikos für Knochenbrüche in Verbindung gebracht. Die Tatsache kann damit erklärt werden, dass der Organismus auf Grund des Milchkonsums übersäuert. Und da unser Körper stets darauf bedacht ist, unseren Säurehaushalt über den pH- Wert neutral zu halten, versucht er die Säure zu neutralisieren. Und dies schafft er am einfachsten, in dem er den Knochen Kalzium entzieht. Die Knochendichte wird dadurch reduziert - das Resultat ist Osteoporose.

Auch verschiedene Krebsarten, wie Brust-, Eierstock- oder Prostatakrebs werden mit dem Konsum von Milchprodukten in Verbindung gebracht. In der sogenannten "China- Study" (T. Colin Campbell: The China Study, Benbella Books, 2006, ISBN 1-932100-38-5), die international für Aufregung sorgte, konnte gezeigt werden, dass die Entstehung von Brust- und Prostatakrebs mit einer erhöhten Menge des Wachstumshormons IGF 1 einhergeht. Da Milch von der Natur ursprünglich dafür vorgesehen ist, Säuglinge möglichst schnell wachsen zu lassen, ist darin das Wachstumshormon IGF 1 enthalten. Nun sind wir Menschen die einzigen Lebewesen auf dieser Erde, die nach dem Abstillen weiterhin Milch zu sich nehmen. Da Erwachsene aber nicht mehr wachsen müssen, benötigen sie auch keine Wachstumshormone mehr. Milch china study

 

 

 

 

 

Besorgniserregend scheinen auch die Auswirkungen des Milchkonsums auf unsere Haut zu sein: Viele Menschen leiden unter Allergien, Neurodermitis oder Akne. Verschiedene Forscher konnten hier zeigen, dass Erwachsene, die in ihrer Jugendphase verstärkt Milchprodukte konsumiert hatten (mehr als 2x/ tägl.) deutlich häufiger an Akne litten als diejenigen, die weniger als 1x/ Woche Milchprodukte zu sich genommen hatten (Melnik 2011, Danby 2010).

H-Milch erscheint höchst bedenklich: In der sog. "Pasture Langzeitstudie" die im Oktober 2014 im Journal of Allergy and Clinical Immunology erschienen ist, konnte ein stark entzündungsfördernder Effekt von H-Milch gezeigt werden. Rund 8.000 Kinder aus Österreich, Finnland, Frankreich, Deutschland und der Schweiz nahmen an der Pasture-Studie teil. Etwa die Hälfte lebte auf Bauernhöfen. Nach dem ersten Lebensjahr wurde das Blut der Kinder immunologisch untersucht. Es zeigte sich ein einheitliches Bild: Genau wie es sich auch schon in vorherigen Studien angedeutet hatte, erhöht die Milch auch bei Kindern die Entzündungsmarker (CRP-Wert) im Blut: Kinder, die H-Milch tranken, hatten dabei noch viel höhere CRP-Werte als "Rohmilch-Kinder".

Wenn man nach all diesen Erkenntnissen nun noch die negativen Auswirkungen der Massentierhaltung mit dem flächendeckenden Einsatz von Antibiotika in Betracht zieht und sieht, wie bei immer mehr Menschen eine Antibiotika-Resistenz auftritt, muss man sich wirklich fragen, ob man sich mit Milch wirklich noch etwas Gutes tut oder man nicht doch einmal die inzwischen in fast jedem Supermarkt zu findenden Alternativprodukte wie Reis-, Soya- oder Hafermilch ausprobieren sollte.

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